Behandlungsspektrum
Wenn das innere Gleichgewicht verloren gehtDepression
Eine Depression ist eine häufige psychische Erkrankung, die weit über eine vorübergehende Niedergeschlagenheit hinausgeht. Viele Betroffene fühlen sich über Wochen oder Monate erschöpft, antriebslos und innerlich leer. Dinge, die früher Freude bereitet haben, erscheinen plötzlich bedeutungslos. Hinzu kommen häufig Schlafstörungen, Grübeln, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle oder körperliche Beschwerden wie Schmerzen oder Appetitveränderungen.
Depressive Symptome entwickeln sich oft im Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Belastende Lebensereignisse, langanhaltender Stress, schwierige Beziehungserfahrungen oder ungelöste innere Konflikte können dazu beitragen, dass die psychische Belastbarkeit nachlässt.
In meiner Praxis für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie betrachten wir nicht nur die Symptome, sondern auch deren individuellen Hintergründe. Gemeinsam gehen wir den Ursachen Ihrer Depression nach und entwickeln ein tieferes Verständnis für wiederkehrende Gefühle, Konflikte und Beziehungsmuster. Ziel der Psychotherapie ist es, Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und neue Perspektiven für Ihren Alltag zu entwickeln.
Wenn Sorgen und Ängste den Alltag bestimmenAngststörung
Angst ist eine wichtige Schutzreaktion unseres Körpers. Wirkt sie jedoch dauerhaft, übermäßig stark oder ohne reale Gefahr, kann eine Angststörung vorliegen.
Typische Beschwerden sind ständige Sorgen, Panikattacken, Herzrasen, Schwindel, Atemnot, Zittern oder eine ausgeprägte Angst vor bestimmten Situationen. Viele Betroffene vermeiden zunehmend bestimmte Orte oder Aktivitäten, wodurch Einschränkungen im Alltag immer größer werden.
In der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie verstehen wir Angst nicht nur als Symptom, sondern als Hinweis auf innere Belastungen oder ungelöste Konflikte. Gemeinsam erkunden wir, welche Erfahrungen Ihre Ängste beeinflussen und wie neue Wege im Umgang mit ihnen entstehen können. Ziel ist es, Sicherheit, Selbstvertrauen und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Wenn seelische Belastungen körperlich spürbar werdenSomatisierungsstörung
Nicht selten leiden Menschen unter anhaltenden körperlichen Beschwerden, obwohl trotz gründlicher medizinischer Untersuchungen keine ausreichende körperliche Ursache gefunden werden kann. Zu den häufigsten Symptomen einer Somatisierungsstörung gehören Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzbeschwerden, Schwindel, Erschöpfung oder Atembeschwerden.
Diese Beschwerden sind real und können den Alltag erheblich beeinträchtigen. Sie sind keineswegs eingebildet. Körper und Psyche stehen in enger Verbindung, weshalb sich seelische Belastungen, chronischer Stress oder unverarbeitete Konflikte auf vielfältige Weise körperlich ausdrücken können.
Die tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie kann dabei helfen, die Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele besser zu verstehen. Gemeinsam entwickeln wir Strategien, um die Beschwerden einzuordnen, belastende Zusammenhänge zu erkennen und neue Möglichkeiten im Umgang mit den Symptomen zu finden.
Wenn Gedanken und Rituale den Alltag bestimmenZwangsstörung
Menschen mit einer Zwangsstörung leiden unter wiederkehrenden belastenden Gedanken oder dem Drang, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen. Dazu gehören beispielsweise Kontrollzwänge, Waschzwänge, Ordnungszwänge oder Zählrituale.
Obwohl Betroffene meist wissen, dass ihre Gedanken oder Handlungen übertrieben erscheinen, gelingt es ihnen oft nur schwer, sich ihrer Ausführung zu widersetzen. Die Zwänge können viel Zeit in Anspruch nehmen und Beruf, Familie sowie soziale Beziehungen erheblich belasten.
Im Rahmen einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie betrachten wir die individuelle Bedeutung der Zwänge. Gemeinsam erforschen wir die zugrunde liegenden Ängste, Konflikte und Beziehungserfahrungen. Ziel der Behandlung ist es, innere Anspannung zu reduzieren und langfristig mehr Freiheit und Selbstbestimmung im Alltag zu ermöglichen.
Orientierung in herausfordernden LebensphasenLebenskrise
Nicht jede seelische Belastung ist eine psychische Erkrankung. Dennoch können belastende Lebensereignisse das innere Gleichgewicht erheblich beeinträchtigen. Eine Lebenskrise kann beispielsweise durch Trennung, Trauer, Krankheit, berufliche Veränderungen, familiäre Konflikte oder wichtige Entscheidungen ausgelöst werden.
Viele Menschen erleben in solchen Situationen Unsicherheit, Erschöpfung, Grübeln oder das Gefühl, den eigenen Weg verloren zu haben. Oft fällt es schwer, die eigenen individuellen Ressourcen wiederzufinden.
Psychotherapie bietet einen geschützten Raum, um belastende Erfahrungen zu verarbeiten und neue Perspektiven zu entwickeln. Gemeinsam betrachten wir Ihre persönliche Situation, stärken Ihre vorhandenen Fähigkeiten und erarbeiten individuelle Lösungen, die zu Ihnen und Ihrem Leben passen.
Belastende Erfahrungen verstehen und verarbeitenTrauma und EMDR
Ein psychisches Trauma entsteht, wenn ein Mensch ein Ereignis erlebt, das mit intensiver Angst, Hilflosigkeit oder dem Gefühl existenzieller Bedrohung verbunden ist. Dazu gehören Unfälle, Gewalterfahrungen, Missbrauch, Vernachlässigung, schwere Erkrankungen, plötzliche Verluste oder andere belastende Lebensereignisse. Auch langanhaltende zwischenmenschliche Belastungen, etwa in der Kindheit oder in engen Beziehungen, können tiefe seelische Spuren hinterlassen.
Nicht jede belastende Erfahrung führt zu einem Trauma. Wenn Erinnerungen an das Erlebte jedoch auch lange Zeit später noch das Denken, Fühlen oder Handeln beeinflussen, kann psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein.
Traumafolgen können sich sehr unterschiedlich zeigen. Häufig berichten Betroffene über wiederkehrende belastende Erinnerungen oder Albträume, innere Anspannung, Schreckhaftigkeit, Schlafstörungen oder das Gefühl, ständig wachsam sein zu müssen. Manche erleben emotionale Taubheit, haben Schwierigkeiten, anderen Menschen zu vertrauen oder fühlen sich von ihren Gefühlen überwältigt. Auch Ängste, depressive Beschwerden, Konzentrationsprobleme oder körperliche Symptome können mit traumatischen Erfahrungen zusammenhängen.
Vor jeder Traumabearbeitung steht eine sorgfältige Diagnostik und Stabilisierung. Gemeinsam entscheiden wir, ob und zu welchem Zeitpunkt EMDR für Ihre individuelle Situation sinnvoll ist. Das Tempo der Therapie richtet sich dabei stets nach Ihren Bedürfnissen, Ressourcen und persönlichen Sicherheitsgefühl.
Traumatische Erfahrungen müssen nicht dauerhaft das Leben bestimmen. Psychotherapie und – wenn angezeigt – EMDR können dabei helfen, belastende Erinnerungen zu verarbeiten, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten wiederzugewinnen und den Alltag wieder freier und selbstbestimmter zu gestalten.